Ich wurde in Zywiec geboren, in Krauszów habe ich meine Kindheit verbracht, in Krakau studiert und in Limanowa meine Ort und Stelle auf der Erde gefunden.
 Auf dem Foto von links nach rechts: Zenona (Schwester), Künstler, Wlodzimierz (Bruder) Mit 12 Jahren habe ich mir ein Häuschen auf einer Linde gebaut. Das war meine erste Beziehung zu derjenigen Linde. 18 Jahre später wurde die Linde von meinem Vater gefällt und da habe ich angefangen im Holz von der Linde zu schnitzen... Gibt es welche Magie darin? Schon, denn damals hat begonnen meine mit der Kunst verbundene Welt sich „auszuzaubern“...
Wenn ich mit einem Stück Holz ganz allein bin, höre ich ihm aufmerksam zu, um stumme Weisungen, die sich in der Struktur des Baumstammes, der Jahresringe und Äste ausdrücken, zu verstehen. Hier findet man konkrete Gedächtnisspuren, symbolische Szenen, die eine integrierte Gesamtheit mit dem Werk bilden. Das tief greifende Verständnis eines Holzstücks ermöglicht das Bereichert des entstehenden Werks. Ich nutze „nur die Einbildungskraft des Holzstücks“ aus und verwirkliche meine eigene Ideen. Diese Arbeit macht mir viel Spaß. Dem Holz als Schnitzmaterial wohnt eine magische und metaphysische Kraft inne. Dank dieser geborgener Kraft werden tiefe Reflexionen geboren, die den künstlerischen Endeffekt determinieren. Dies lässt das gesuchte Heilige finden. Das Heilige, das die Welt meiner Schnitzwerken seelisch durchdringt. Im Gästebuch schrieb jemand Folgendes: „In den Jahresringen weinte es. Du hast das Weinen gehört und hervorgebracht“. Auf diese Weise bin ich eben bemüht, aus einem Holzstück Gestalten und Gefühle hervorzubringen. Meine Schnitzwerke stellen mein persönliches Nachdenken über den Menschen, die Welt und die Liebe dar. Das Heilige ist stets dabei.
Meine Begegnungen mit den Engeln...
Sie erliegen in unserer irdischen und in ihrer himmlischen Welt keinen Leidenschaften. Sie spielen kein doppeltes Spiel. Unabhängig davon, wer sie um Hilfe bittet, ob ein Glaubender oder irrender Mensch ..., wollen sie immer behilflich sein. Obwohl sie mächtige überirdische Gestalten sind, helfen sie den Menschen mit dem größten Vergnügen. Ihre Namen verraten sie aber nicht. Der biblische Jakob überzeugte sich davon, als er am Bach Jabbok einen Engel nach seinem Namen fragen wollte. „Wie ist dein Name“, fragte er. Der Engel antwortete „Warum fragst du mich nach meinem Namen?“ Vielleicht kommt der Tag, an dem wir ihre Namen kennen lernen dürfen. Beim Schnitzen von Engelfiguren verlasse ich mich auf meine Intuition. Ist es auch möglich, dass meine Hände ein willenloses Werkzeug des Unbekannten sind? Dieser Eindruck drängt sich häufig auf... . Ob ich will oder ich will nicht – ich muss einfach weiter schnitzen. Weil die Engel sich durch Hierarchie und Charaktere auszeichnen, werden verschiedenartig vorgestellt. Zum Beispiel Engel mit dem Schwert, ‘unpersönliche’ geheimnisvolle kleine Engelchen, betende oder in Gedanken versunkene Engel. Es entstehen auch gefallene wie auch fröhliche Engel. Die Letzterem spielen zu Ehre Gottes die Harfe. |
|